Goslar
Startschuss für Suche nach Erz im Gosetal

Bohrungen im Gosetal.
GOSLAR. Man weiß ja nie: Wenn es denn tatsächlich eine zweite lange Periode Goslarer Bergbau-Blüte geben sollte, dann verdient der Startpunkt festgehalten zu werden. Punkt 18 Uhr senkte sich am Samstag im Gosetal unterhalb von Haus Hessenkopf die erste Bohrkrone in die Tiefe.
SH 5 ist die erste von zehn Probebohrungen, mit denen die Harz Minerals GmbH, deutsche Tochter der Scandinavian Highlands, erkunden will, ob es im Gosetal einen „Rammelsberg-Zwilling“ mit Erzvorkommen gibt.
Die ersten positiven Verdachtsmomente hatte es im Vorjahr bei elektromagnetischen Hubschrauber-Erkundungen der Dänen gegeben.
Jetzt wird das Verfahren aus der Luft auf und in die Erde gebracht. Die Bohrkrone in einem Innenrohr des Diamec U 6 der finnischen Firma Smoy wird bis zu 500 Metern tief geführt, sammelt den Bohrkern ein und wird per Seil wieder nach oben geholt, das Gestänge bleibt im Boden. Weil man so, wie weiland 1980 die Preussag, auch knapp danebenhauen kann, werden zusätzlich eine Schlaufe als elektrischer Leiter auf dem Boden ausgelegt und durch das Bohrloch geo-physikalische Messungen angestellt, so erreicht man auch die Umgebung.
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